Magisterstudium Finanz- und Versicherungsmathematik

 

Warum "Finanz- und Versicherungsmathematik"?

Durch die Dynamik des Marktes und den verstärkten Konkurrenzdruck verwenden Versicherungen und Finanzdienstleistungsunternehmen zunehmend anspruchsvolle moderne mathematische und statistische Modelle zur konkurrenzfähigen Festsetzung der Prämien bzw. zur Risikoabschätzung.

Wie ist dieses Studium aufgebaut?

Die ersten drei Semester enthalten eine Ausbildung in

  • stochastischen Grundlagen
  • Finanzmathematik
  • Versicherungsmathematik
  • rechtlichen und wirtschaftlichen Grundlagen.

Das abschließende vierte Semester dient der Abfassung einer Magisterarbeit.

Welche Berufsmöglichkeiten gibt es?

Es besteht ein steigender Bedarf der Finanz- und Versicherungswirtschaft an fundiert ausgebildeten MathematikerInnen. Es wird besonders darauf hingewiesen, dass dieses Magisterstudium zusammmen mit dem Vertiefungskatalog "Wirtschaftsmathematik" des Bakkalaureatsstudiums so konzipiert ist, dass nach einschlägiger Berufspraxis die Möglichkeit auf Verleihung des Berufstitels "Anerkannter Aktuar" durch die österreichische Aktuarvereinigung besteht.

 

Dipl.-Ing. Dr. Martin Predota
Mitarbeiter im Bereich Versicherungsaufsicht der FMA

Bei meiner Tätigkeit in der Finanzmarktaufsicht (FMA) überprüfe ich vor allem die versicherungsmathematischen Grundlagen der Versicherungstarife von österreichischen Lebens- und Krankenversicherungsunternehmen auf mathematische Korrektheit und gehe auch Anfragen und Beschwerden von Versicherungsnehmern hinsichtlich versicherungsmathematischer Fragestellungen nach. Weiters vertrete ich Österreich auf europäischer Ebene im Projekt "Solvency II", wo Vorgaben für eine risikobasierte Eigenmittelberechnung und Anforderungen an das Risikomanagement von Versicherungsunternehmen festgelegt werden. Die finanz- und versicherungsmathematische Ausbildung hat mir die wesentlichen Grundkenntnisse für meine Tätigkeit vermittelt.

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