Eranda Dragoti-Çela

TU Graz · Wintersemester 2026/27

Kombinatorische Optimierung 1

4 VO oder 3 VO / 1 UE · MAT.321UF oder MAT.325UF / MAT.322UF

E. Dragoti-Çela

Vorlesungsbeginn 1.10.2026 · 08:00–09:45
Ort SR AE06 · Steyrergasse 30
Anmeldung VO bis 16.10.2026
Anmeldung UE bis 30.10.2026

Organisation

Vorlesung

Beginn: 1.10.2026, 08:00–09:45

SR AE06, Steyrergasse 30, Erdgeschoss

Genaue Termine in TUGonline →

Übung

Beginn: 07.10.2026, 10:00–10:00

Steyrergasse 30, Erdgeschoss

Genaue Termine in TUGonline →

Anmeldung: via TUGonline, für die Vorlesung bis 16.10.2026 , für die Übung bis 30.10.2026 .

Vorlesungsinhalt

Diese Lehrveranstaltung befasst sich mit grundlegenden kombinatorischen Optimierungsproblemen. In der Regel sind das polynomial lösbare Optimierungsprobleme, für die sowohl strukturelle Eigenschaften als auch Lösungsansätze besprochen werden. Das Ziel ist, einerseits die Studierenden mit prominenten, sowohl theoretisch als auch praktisch relevanten Problemen der Kombinatorischen Optimierung vertraut zu machen, und andererseits eine Handvoll an Lösungsansätzen und algorithmischen Paradigmen als praktisch relevantes Wissen zu vermitteln.

Kapitel und Stichwörter

  • Aufspannende Bäume und Arboreszenzen: minimale aufspannende Bäume, Arboreszenzen mit minimalem Gewicht (das Spannbaum-Polytop).
  • Kürzeste Wegeprobleme: kürzeste Wege von einer Quelle aus (Dijkstras Algorithmus, Moore-Bellman-Ford-Algorithmus), kürzeste Wege zwischen allen Knotenpaaren (Floyd-Warshall-Algorithmus), Kreise mit minimalem durchschnittlichem Kantengewicht, Ansätze zur Lösung von „large-scale“-Instanzen.
  • Netzwerkflüsse: Max-Flow-Min-Cut-Theorem, Satz von Menger, Edmonds-Karp-Algorithmus, Push-Relabel-Algorithmus, Gomory-Hu-Bäume, Ansätze zur Lösung von „large-scale“-Instanzen.
  • Flüsse mit minimalen Kosten: Optimalitätskriterium, Minimum-Mean-Cycle-Cancelling-Algorithmus, sukzessive-Kürzeste-Wege-Algorithmus, Ansätze zur Lösung von „large-scale“-Instanzen.
  • Matching-Probleme: maximales Matching in bipartiten und beliebigen Graphen, gewichtetes Matching in bipartiten Graphen und lineares Zuordnungsproblem (Matching-Polytop).
  • Matroide: Definition, Greedy-Algorithmus (Schnitt von zwei Matroiden).
  • (Ganzzahlige Optimierung: ganzzahlige Hülle eines Polyeders, vollständige duale Ganzzahligkeit, vollständig unimodulare Matrizen, Schnittebenen, Lagrange-Relaxierung.)

Literatur

Die Hauptliteraturquelle ist:

B. Korte und J. Vygen , Kombinatorische Optimierung: Theorie und Algorithmen , Springer, 3. Auflage, 2018. Eine frühere deutsche Auflage ist als E-Book am Campus der TU Graz vorhanden.

Weitere Literatur

Prüfungsmodus

Die Vorlesung wird anhand einer einer mündlichen Prüfung benotet. Der erster Prüfungstermin wird in der ersten Februarwoche stattfinden, das genaue Datum wird rechtzeitg bekanntgegeben. Die weiteren Termine, mindestens 3 Termine im Sommersemester 2027, stehen noch nicht fest.

Die einstündige Übung hat einen immanenten Charakter und wird anhand einer Klausur und der Mitarbeit der Studierenden in den Übungsstunden mit Hilfe eines Punktesystems (Kreuzesystem) benotet. Zur Mitarbeit zählt insbesondere die Präsentation der Lösungen der Übungsbeispiele.

Klausur

Klausurtermin: Am Ende des Semesters; das genaue Datum wird noch bekanntgegeben.

Nachklausur: Bei Bedarf in der letzten Woche der Semesterferien oder in der ersten Woche des Sommersemesters 2027. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Unterlagen oder internetfähige Geräte sind bei der Übungsklausur nicht gestattet. Ein beidseitig beschriebenes A4-Blatt mit eigenen Notizen sowie Taschenrechner dürfen verwendet werden.

Mitarbeit in den Übungseinheiten

Für die individuelle Ausarbeitung der Lösungen der Übungsaufgaben bekommt man höchstens 3 Punkte . Für ein positives Übungszeugnis muss jeder Studierende mindestens einmal die Lösung einer Übungsaufgabe präsentieren . Jede Tafelmeldung ist maximal 4 Punkte wert. Für besondere Leistungen können maximal 2 Bonuspunkte erworben werden.

Bei der Klausur können maximal 20 Punkte erworben werden. Für ein positives Übungszeugnis müssen bei der Klausur mindestens 10 Punkte erreicht werden.

Berechnung der Gesamtpunkte

P = Ind(e ≥ 10) · (3c/a + min{p,8} + e + x)
c Anzahl der individuell gelösten Übungsaufgaben
a Gesamtanzahl der verfügbaren Übungsaufgaben
p durch Präsentationen erworbene Punkte
e Klausurpunkte
x Bonuspunkte
Ind(e ≥ 10) 1 falls e ≥ 10 und 0 sonst

Notenschlüssel

Die maximale erreichbare Punktezahl ist 31 (ohne Bonuspunkte).

0 ≤ P ≤ 11 Nicht genügend
11 < P ≤ 15 Genügend
15 < P ≤ 19 Befriedigend
19 < P ≤ 23 Gut
23 < P Sehr gut

Übungsblätter

Ein Katalog von Übungsaufgaben (PDF) ist auf der Seite der Lehrveranstaltung im TeachCenter → verfügbar.